EXKURS: Was sind gefährliche Arbeiten?
Gefährliche Arbeiten sind Tätigkeiten, bei denen besondere Risiken bestehen und deshalb erhöhte Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Typische Beispiele sind Arbeiten mit Absturzgefahr, Tätigkeiten in engen Räumen wie Silos oder Behältern sowie Schweißarbeiten in räumlich beengten Bereichen. Besonders kritisch sind Feuerarbeiten in brand- oder explosionsgefährdeten Zonen oder an geschlossenen Behältern, Gasdruckprüfungen und Dichtigkeitsprüfungen an Behältern sowie Testläufe an großen technischen Anlagen, beispielsweise Kesselanlagen. Hinzu kommen Sprengarbeiten und Baumfällarbeiten.
Gefährlich sind ebenfalls Tätigkeiten im Gleisbereich bei laufendem Bahnbetrieb oder Einsätze der Feuerwehr. Der Tunnelbau (Vortriebsarbeiten), Tätigkeiten an ungesicherten Einfüllöffnungen von Ballenpressen oder Arbeiten in gasgefährdeten Umgebungen bergen ebenfalls erhebliche Risiken. Arbeiten mit Hebezeugen, bei denen der Kranführer keine direkte Sicht auf die Last hat, sind ebenfalls besonders gefahrenträchtig.
Zusätzlich zählen der Umgang mit besonders gefährlichen Stoffen, etwa in chemischen, physikalischen oder medizinischen Laboren, Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen der höchsten Risikostufe (Stufe IV) sowie Tätigkeiten, bei denen sich Personen gewaltsam gegen die Dienstleistung wehren, zu den gefährlichen Arbeiten.
Als Fremdfirmenkoordinator ist es Ihre Aufgabe, diese Tätigkeiten zu erkennen, zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen sicherzustellen.